So misst ein Entfernungsmesser

Dank digitalem Entfernungsmesser gehört das mühsame und zeitaufwendige Ausmessen von Innenräumen mit dem Zollstock der Vergangenheit an. Auch im Heimwerkerbereich haben sich die handlichen Laserentfernungsmesser daher durchgesetzt. Das kleine, komfortabel zu bedienende Gerät misst nicht nur Entfernungen, sondern berechnet auf Knopfdruck auch die Fläche und das Volumen eines Raumes. Doch wie funktionieren Entfernungsmesser eigentlich?

Der Laserentfernungsmesser als moderner „Landvermesser“

Die Messung mit einem Laserentfernungsmesser ist immer eine Abstandsmessung. Dabei gibt es unterschiedliche Verfahren, die speziell für ihren Einsatzzweck konzipiert wurden. Die für den Heimwerker relevante Messmethode beruht auf der Triangulation. Diese als klassisch geltende Messmethode macht sich die mathematischen Zusammenhänge zwischen den Seitenlängen und den Winkeln in einem Dreieck zunutze. In der Geodäsie wurde dieses Prinzip schon in früheren Jahrhunderten für Landvermessungen eingesetzt. Laserentfernungsmesser funktionieren nach dem gleichen Prinzip, nun aber berührungslos mittels optischer und elektronischer Komponenten.

Klassische Mathematik trifft auf moderne Mikroelektronik

Zum Verständnis der Funktionsweise dieser modernen Entfernungsmesser seien zunächst deren physikalisch relevanten Bauteile genannt. Dies sind die Lasereinheit, der Empfangssensor und ein Mikroprozessor. Beim Messvorgang wird scharf gebündeltes Licht einer bestimmten Wellenlänge (eben ein Laser) mittels einer Laserdiode auf den Messpunkt gerichtet. Dabei wird der Strahl dieser Entfernungsmesser nicht kontinuierlich, sondern gepulst gesendet. An der zu messenden Fläche wird das Licht des Lasers reflektiert und schließlich von einem neben der Laserdiode befindlichen lichtempfindlichen Element registriert. Jetzt kommt die Mathematik, speziell die Trigonometrie (Winkelfunktion im Dreieck), zum Einsatz. Aus den drei bekannten Größen Abstand Sender – Empfänger, Austrittswinkel und Eintrittswinkel des Laserstrahls berechnet der Mikroprozessor in Sekundenschnelle die Entfernung der zu messenden Fläche. Da die Laserstrahlung gepulst ist, werden diese einzelnen Impulse vom Mikroprozessor praktisch als Einzelmessungen interpretiert. Aus dem sich daraus errechneten Mittelwert resultiert eine hohe Messgenauigkeit. Gute Entfernungsmesser dieser Bauart decken im Allgemeinen einen Messbereich zwischen fünf Zentimetern und 25 Metern ab. Mit Genauigkeiten von 2mm – 3 mm ist der Laserentfernungsmesser damit dem guten alten Zollstock weit überlegen.