Die Messfunktionen der Entfernungsmessgeräte einfach erklärt

Die modernen Laserentfernungsmesser bieten Funktionen, die über die reine Streckenmessung hinaus reichen. Auf Knopfdruck werden selbst komplexe Berechnungen einfach und komfortabel ausgeführt. Die verschiedenen Messfunktionen und deren sinnvolle Anwendung werden in der folgenden Übersicht näher betrachtet.

Die Grundfunktionen – Länge, Fläche und Volumen

Bereits Einsteigermodelle besitzen diese nützlichen Funktionen. Die einfache Längenmessung kommt zum Einsatz, wenn es darum geht, Distanzen zu erfassen. Mit diesem Verfahren kann z. B. der Platzbedarf für Möbel an einer Wand oder auch das Aufmaß für die Küchenplanung millimetergenau erfasst werden. Auf die gleiche Weise lässt sich so bequem die Deckenhöhe bestimmen.
Ein Spezialfall ist die Messfunktion des Umfangs, hier werden die Teilstrecken addiert; nützlich um die Gesamtlänge von Sockelleisten zu ermitteln.
Die Flächenmessung setzt sich aus zwei Längenmessungen zusammen, der Entfernungsmesser berechnet aus diesen selbständig den Flächeninhalt. Hauptanwendungen sind die Materialkalkulationen für Fußbodenbeläge sowie für den zu erwartenden Bedarf an Farbe oder Tapeten für Wände und Decke. Selbst die Berechnung des Flächeninhalts eines Dreiecks ist problemlos möglich – vorteilhaft ist diese Funktion, wenn der Raum Teilflächen aufweist, die vom rechten Winkel abweichen.
Seltener wird im Heimwerkerbereich die Volumenfunktion genutzt. Das Prinzip ist das gleiche wie bei der Flächenfunktion, nur das hier die Höhe als dritte Dimension einbezogen wird. Ein mögliches Anwendungsgebiet wäre die Ermittlung des Raumvolumens, um Anzahl und Größe der Heizkörper festzulegen.

Erweiterte Funktionen – Der Entfernungsmesser wird zum Rechenkünstler

Die Messfunktion „Pythagoras“ bedient sich der Strecken-Winkel-Geometrie im rechtwinkligen Dreieck. Aus bekannten Messgrößen wird mathematisch auf die fehlende, noch zu ermittelnde Größe geschlossen. Der große Vorteil: Da die Messung lediglich indirekt über eine Anpeilung der Messpunkte mit dem Laserstrahl erfolgt, können sich diese selbst durchaus in einem nicht zugänglichen Bereich oder in größerer Entfernung befinden. Fensterhöhen oder – und hier liegt der große Vorteil – beliebige Teilstrecken lassen sich hier sicher und einfach ermitteln. Seine Stärken zeigt die „Pythagoras“ – Funktion im Außenbereich. Die Höhe einer Fassade, eines Giebels und deren dazugehörige Flächen werden auf Knopfdruck bequem und zuverlässig angezeigt.
Eine Erweiterung stellt die sog. Trapez – Messfunktion dar. Mit dieser ist es möglich, auch schräge Flächen ohne direkte Zugangsmöglichkeit zu berechnen.
Um genaue Ergebnisse zu erhalten, ist es bei allen indirekten Messungen vorteilhaft, den Entfernungsmesser auf einem Stativ zu positionieren.
Die Geräte mit erweiterten Messfunktionen sind praktischerweise meist mit einem internen Speicher ausgestattet. Bei sehr vielen Messungen „an einem Stück“ stellt dies eine echte Hilfe dar. Durch Eingabe bestimmter Daten (z. B. Preis pro Quadratmeter) hat der Profi damit ein komfortables Werkzeug für die automatische Angebotserstellung zur Hand.